Welt-ETF trifft auf Dividenden-ETF
Eine mögliche Strategie beim Investieren kann sein, Wachstum und regelmässige Dividenden zu kombinieren.
Dabei wird ein Teil des Geldes in einen Welt-ETF investiert und ein anderer Teil in einen Dividenden-ETF.
Der Welt-ETF bildet dabei die breite Basis des Portfolios. Er investiert automatisch in viele Unternehmen aus der ganzen Welt. Dadurch ist das Investment auf viele Firmen, Länder und Branchen verteilt. Wenn einzelne Unternehmen schwächer laufen, können andere Unternehmen das oft ausgleichen.
Der zweite Teil des Portfolios kann in einen Dividenden-ETF investiert werden. Dieser konzentriert sich auf Unternehmen, die regelmässig einen Teil ihres Gewinns an ihre Aktionäre ausschütten.
Eine mögliche Aufteilung könnte zum Beispiel so aussehen:
70 % Welt-ETF – als breit gestreute Basis
30 % Dividenden-ETF – für zusätzliche Dividenden
So entsteht ein Portfolio, das gleichzeitig auf breite Streuung, langfristiges Wachstum und regelmäßige Ausschüttungen setzt.
Der Dividenden-ETF als Ergänzung
Neben langfristigem Wachstum wünschen sich viele Anleger auch regelmässige Einnahmen aus ihrem Portfolio. Genau hier können Dividenden-ETFs eine Rolle spielen.
Dividenden-ETFs investieren gezielt in Unternehmen, die dafür bekannt sind, einen Teil ihres Gewinns regelmässig an ihre Aktionäre auszuschütten.
Oft handelt es sich dabei um etablierte und finanziell stabile Unternehmen, die schon seit vielen Jahren Gewinne erwirtschaften und einen Teil davon an ihre Investoren weitergeben.
Typische Branchen, die in Dividenden-ETFs häufig vertreten sind, sind zum Beispiel:
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Konsumgüter
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Energie
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Finanzunternehmen
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Industrie
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Telekommunikation
Viele dieser Firmen haben langjährige Geschäftsmodelle und stabile Einnahmen, weshalb sie häufiger Dividenden zahlen als jüngere Wachstumsunternehmen.
Ein Beispiel für einen solchen ETF ist der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF. Dieser ETF investiert in Unternehmen aus entwickelten Ländern, die eine überdurchschnittliche Dividendenrendite aufweisen.
Beim VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF liegt die Dividendenrendite historisch häufig ungefähr im Bereich von 3 % bis 5 % pro Jahr.
Das bedeutet: Wenn du zum Beispiel 10’000 CHF investierst, könntest du ungefähr 300 bis 500 CHF Dividende pro Jahr erhalten. Natürlich können diese Werte von Jahr zu Jahr schwanken, da sie von den Gewinnen der Unternehmen abhängen.
👉 Wenn du berechnen möchtest, wie viel Dividende du mit einem bestimmten Betrag erhalten könntest, kannst du dafür auch meinen Dividenden-Rechner nutzen. Dort kannst du dein Investment und die Dividendenrendite eingeben und dir die mögliche jährliche Ausschüttung anzeigen lassen.
Der ETF wählt gezielt Unternehmen aus, die relativ hohe und stabile Dividendenzahlungen haben. Dadurch entsteht ein Portfolio aus Firmen, die für regelmäßige Ausschüttungen bekannt sind.
Für Anleger bedeutet das: Sie können über einen solchen ETF indirekt an vielen dividendenstarken Unternehmen weltweit beteiligt sein, ohne jede einzelne Aktie selbst auswählen zu müssen.
Die Dividenden werden vom ETF gesammelt und anschließend regelmässig an die Anleger ausgeschüttet.
Beispiel für einen Sparplan
Eine solche Strategie lässt sich auch sehr gut mit einem monatlichen Sparplan umsetzen.
Angenommen, du investierst 100 CHF pro Monat. Dann könnte die Aufteilung zum Beispiel so aussehen:
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70 CHF in einen Welt-ETF (70 %)
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30 CHF in einen Dividenden-ETF (30 %)
So baust du Schritt für Schritt ein Portfolio auf, das sowohl auf Wachstum als auch auf Dividenden setzt.
Risiken und worauf man achten sollte
Auch wenn Dividenden-ETFs für viele Anleger attraktiv sind, sollte man einige Punkte beachten. Wie jede Geldanlage sind auch sie mit Risiken verbunden.
Dividenden sind nicht garantiert
Viele Unternehmen zahlen regelmäßig Dividenden. Trotzdem kann ein Unternehmen seine Dividende jederzeit kürzen oder ganz streichen, wenn sich die wirtschaftliche Situation verschlechtert.
Hohe Dividende bedeutet nicht automatisch bessere Rendite
Eine hohe Dividendenrendite klingt zunächst attraktiv. Sie bedeutet aber nicht unbedingt, dass ein Investment insgesamt besser läuft. Manchmal sind hohe Dividenden auch ein Zeichen dafür, dass der Aktienkurs gefallen ist.
Weniger Wachstum als bei anderen Unternehmen
Dividendenstarke Firmen sind häufig etablierte Unternehmen, die schon lange am Markt sind. Sie wachsen oft langsamer als junge Wachstumsunternehmen.
Branchengewichtung
Dividenden-ETFs sind häufig stärker in bestimmten Branchen vertreten, zum Beispiel:
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Energie
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Banken
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Versicherungen
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Konsumgüter
Währungseinflüsse
Da viele Unternehmen international tätig sind, spielen auch Währungen eine Rolle. Veränderungen zwischen US-Dollar, Euro und Schweizer Franken können sich auf die Rendite auswirken.
Worauf Anleger achten können
Wenn man einen Dividenden-ETF auswählt, kann es sinnvoll sein, auf einige Punkte zu achten:
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Höhe der Dividendenrendite
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breite Streuung über viele Unternehmen
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Kosten des ETFs (TER)
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Grösse des Fonds
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wie regelmässig der ETF ausschüttet
Ein ETF wie der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF versucht zum Beispiel gezielt Unternehmen auszuwählen, die stabile Dividenden zahlen und aus verschiedenen Regionen stammen.
Zum Schluss noch ein Gedanke
Es gibt heute viele verschiedene Dividenden-ETFs, die jeweils unterschiedliche Strategien verfolgen. Manche setzen stärker auf hohe Dividendenrenditen, andere auf besonders stabile Ausschüttungen.
Deshalb gibt es keine perfekte Lösung für alle Anleger. Jeder hat andere Ziele, einen anderen Anlagehorizont und eine unterschiedliche Risikobereitschaft.
Die hier vorgestellte Kombination aus Welt-ETF und Dividenden-ETF ist daher nur eine mögliche Idee.
Wichtig ist, sich selbst zu informieren, verschiedene ETFs zu vergleichen und eine Strategie zu wählen, die man langfristig durchhalten kann.
