Bulle oder Bär – was gerade an der Börse passiert
Wenn du dich mit dem Thema Investieren beschäftigst, wirst du sehr schnell auf die Begriffe Bulle und Bär stossen. Diese beiden Tiere stehen sinnbildlich für das Geschehen an der Börse und werden weltweit verwendet.
Am Anfang wirkt das vielleicht etwas komisch. Warum spricht man an der Börse überhaupt von Tieren?
Und warum sind gerade ein Bulle und ein Bär so bekannt geworden?
In diesem Beitrag erkläre ich dir das.
Was bedeuten Bullen und Bären?
An der Börse beschreiben Bullen und Bären die Stimmung am Markt.
Ein Bulle steht für steigende Kurse.
Ein Bär steht für fallende Kurse.
Wenn viele Anleger optimistisch sind und davon ausgehen, dass die Kurse steigen werden, spricht man von einem Bullenmarkt.
Wenn dagegen Unsicherheit oder Angst herrscht und viele verkaufen, spricht man von einem Bärenmarkt.
Diese Begriffe helfen dabei, die aktuelle Situation an der Börse schnell einzuordnen.
Warum steht der Bulle für steigende Kurse?
Der Bulle greift mit seinen Hörnern von unten nach oben an. Dabei hebt er seinen Gegner nach oben.
Diese Bewegung passt sehr gut zur Börse, wenn die Kurse steigen, denn auch dort bewegen sich die Preise nach oben.
Aus diesem Grund hat sich der Bulle als Symbol für steigende Kurse etabliert. Er steht für Optimismus, Wachstum und eine positive Erwartung an die Zukunft.
Wenn viele Anleger daran glauben, dass Unternehmen sich gut entwickeln und weiter wachsen, investieren sie mehr Geld. Dadurch steigt die Nachfrage nach Aktien und die Kurse ziehen weiter an.
Wenn du also hörst, dass der Markt „bullish“ ist, bedeutet das, dass viele Anleger von steigenden Kursen ausgehen und positiv gestimmt sind.
Warum steht der Bär für fallende Kurse?
Ein Bär schlägt mit seiner Tatze von oben nach unten. Dabei drückt er seinen Gegner nach unten.
Diese Bewegung passt gut zur Börse, wenn die Kurse fallen, denn auch dort bewegen sich die Preise nach unten.
Deshalb wurde der Bär zum Symbol für negative Marktphasen. Er steht für Unsicherheit, Vorsicht und sinkende Erwartungen.
Wenn Anleger befürchten, dass sich die Wirtschaft schlechter entwickelt oder Unternehmen weniger Gewinne machen, verkaufen sie ihre Anlagen. Dadurch entsteht Druck auf die Kurse und diese fallen.
Wenn man sagt, der Markt ist „bearish“, bedeutet das, dass viele Anleger mit sinkenden Kursen rechnen oder vorsichtiger werden.
Warum sieht man Bullen und Bären überall?
Bullen und Bären sind heute feste Bestandteile der Börsenwelt.
Du findest sie zum Beispiel:
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als Statuen vor Börsen (z. B. in New York oder Frankfurt am Main)
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in Nachrichten und Finanzartikeln
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in Apps und Börsencharts
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in Gesprächen zwischen Anlegern
Der grosse Vorteil ist:
Diese Symbole machen ein komplexes Thema sehr einfach verständlich.
Statt komplizierter Erklärungen reicht oft ein Wort:
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Bulle = Markt geht nach oben
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Bär = Markt geht nach unten
💡 Warum ist das für dich als Anleger wichtig?
Wenn du investierst, wirst du diese Begriffe immer wieder hören.
Zum Beispiel:
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„Wir befinden uns in einem Bullenmarkt“
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„Achtung, ein Bärenmarkt könnte kommen“
Wenn du verstehst, was damit gemeint ist, kannst du:
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Nachrichten besser einordnen
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ruhiger auf Kursschwankungen reagieren
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langfristig bessere Entscheidungen treffen
Gerade als Anfänger hilft dir dieses Wissen, die Börse besser zu verstehen und nicht bei jeder Bewegung nervös zu werden.
Wichtig zu wissen
Die Börse bewegt sich nie nur in eine Richtung.
Es gibt immer Phasen, in denen die Kurse steigen, und Phasen, in denen sie fallen.
Das ist ganz normal.
Viele erfolgreiche Anleger bleiben deshalb ruhig und investieren langfristig weiter, anstatt auf jede Bewegung zu reagieren.
Einfach merken
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🐂 Bulle = Kurse steigen
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🐻 Bär = Kurse fallen
Mein persönlicher Tipp
Lass dich von fallenden Kursen nicht verunsichern. Solche Phasen gehören an der Börse ganz normal dazu – genauso wie Zeiten, in denen die Kurse steigen.
Gerade wenn die Märkte fallen, können sich gute Chancen ergeben, um günstiger zu investieren.
Wenn du in breit gestreute ETFs investierst, sind solche Schwankungen oft weniger entscheidend als bei einzelnen Aktien. Ein ETF enthält viele Unternehmen und kann Rückschläge meist besser ausgleichen.
Wichtig ist nicht, jede Bewegung vorherzusagen, sondern ruhig zu bleiben und langfristig dranzubleiben.


